Linux auf dem Tablet PC

Meine jüngsten Ausflüge in die Linux-Welt per Virtual Machine und mein dadurch gefundener Gefallen an Kubuntu brachte mich auf die Idee meinen alten Tablet PC damit auszuprobieren. Es handelt sich dabei um einen Stylistic ST5112 von Fujitsu Siemens (technische Daten und Infos):

Quelle: fujitsu.com

Das Teil hat mir durch mein Studium hinweg gute Dienste geleistet, liegt jedoch schon seit längerer Zeit nur rum.

Die Installation von Kubuntu in der 64-bit Version verlief ohne die geringsten Schwierigkeiten. Natürlich ist das Ding auch unter Linux keine Rakete, aber ich muss sagen ich bin schon sehr überrascht wie flüssig sich Webseiten scrollen lassen. Außerdem werden die Befehle des in diesem Tablet integrierten Wacom Digitizers praktisch verzögerungsfrei umgesetzt – definitiv viel besser als unter Windows. Eine Bildschirmtastatur habe ich mit „onboard“ nachinstalliert. Auf dieser Webseite wird außerdem „cellwriter“ zur Handschrifterkennung empfohlen. Diese kann der in Windows (7) integrierten Handschrifterkennung zwar bei weitem nicht das Wasser reichen, funktioniert aber doch sehr gut. Außerdem erinnert mich der Zwang in das vorgegebene Kästchen schreiben zu müssen ein wenig an die gute alte Zeit mit dem Palm m500 🙂

Das absolute Killerfeature ist aber die Möglichkeit mit „xournal“ in PDFs rein kritzeln zu können. Kostenlos habe ich dafür unter Windows nie eine sinnvolle Software finden können.

Bisher ist mir nur eine negative Kleinigkeit aufgefallen: Der SD-Card Slot scheint nicht richtig zu funktionieren. Sobald auf eine SD-Karte im Slot zugegriffen wird springt der Mauszeiger wild durch die Gegend. Bewegt man während des Zugriffs die Maus, so wird Datenmüll auf die Karte geschrieben. Ein interessanter Fehler 🙂 Kann es wirklich sein dass Digitizer und SD-Slot sich einen BUS teilen?

Egal, USB-Sticks liegen ja zu Hauf auf meinem Schreibtisch und so konnte ich auch ohne weitere Probleme diesen Screenshot rüber ziehen:

Tastatur_und_cellwriter_unter_Kubuntu1

 

Also so auf den ersten Blick bin ich positiv überrascht um nicht zu sagen beeindruckt. Die gefühlte Geschwindigkeit ist deutlich höher als unter Windows. Ich kann empfehlen Kubuntu (oder sonst irgendein Ubuntu-Derivat) auf diesem Tablet zu probieren 🙂

Nachtrag

Dummerweise liefert Brother keine nativen 64 Bit Treiber. Nach dieser Anleitung funktioniert mein HL-2250DN Drucker über das Netzwerk aber perfekt (incl. Duplex-Druck). Und das ganz ohne die dämlichen Treiber.

Im Gegensatz zu Windows 7 funktionieren unter Linux ganz selbstverständlich die seitlichen Tasten am Tablet – hervorragend 🙂

3 Gedanken zu “Linux auf dem Tablet PC

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